Am Montag den, 17. Juni starteten fünf Nivas der LNIG unter der Leitung von Dimitri zu einer Reise nach Moskau.

 

Ansichten einer Beifahrerin: Berlin - Moskau - Berlin - vom 17. bis 30. Juni 2002 (Part I)

Da stand SIE: unsere ( seine Wink Lady Niva*

Vollgetankt, vollgeladen (kommt das von "Lada"? Wink und bestimmt wieder voller Überraschungen für uns - in Form von kleinsten Defekten oder lieber größeren, da für Sie spannenderen Schäden, weil Sie Ihren Eigner wieder dazu zwingt, noch mehr Zeit mit Ihr zu verbringen!

Die Lady würde für zwei Wochen unser Fortbewegungsmittel, unser Wohnzimmer, unsere Küche und unser Schlafzimmer (da wir keine Zelte mögen) sein und ja, ich bin eine glühende Verehrerin dieses von mir respektvoll "Russenkutsche" genannten Qualitätsautos und Sie so vor mir stehen zu sehen, mit dem Gedanken an spannende zwei Wochen mit dem Niva in einem Land, das ich schon immer kennenlernen wollte, lies mich nur an EINES denken:

Zur Hölle, werden wir das überleben?! Und wenn ja, wie?

Mit Hör- (ab Tempo 30 erstirbt jegliche Kommunikation im Innern des Nivas - besonders wenn die von Dietrich heißgeliebten, russischen Stollenreifen aufgezogen sind), hilfsweise Rückenschäden (was für ein herrlicher und komfortabler Beifahrersitz mit ausgesprochen bruchsicherer Rückenlehne), oder sollten sich die wildesten Gerüchte eines unberechenbaren, unkalkulierbaren Abenteuers in einem ebensolchen Land verwirklichen...

Am Vormittag des 17. Juni 2002 trafen wir uns in dem kleinen Ort Biegen in der Nähe von Frankfurt/Oder ca. 15 KM vor der polnischen Grenze. Die Gruppe war auf nur mehr vier Autos mit sechs Insassen geschrumpft, wobei wir einen fünften und sechsten Wagen in Weißrussland erwarten wollten, doch dazu später mehr.

Wir, dass waren zu diesem Zeitpunkt also:

- Dimitri Schwab mit seinem silbernen Diesel,

- Olaf Vogel mit einem Nissan als Zugmaschine und seinem

   verbesserten Niva auf dem Hänger,

- Volkmar Vogt und sein Bruder "Youngjeeper" Rüdiger mit einem

   grünen Diesel,

- Dietrich Marquardt und Melanie Biehler mit dem

   burgundfarbenden, einzigen 1,7 i Benziner

Die Firma AET, die extra mit zwei Mitarbeitern vor Ort erschienen war, begrüßte und verabschiedete uns, wir setzten uns um 10.05 Uhr in Bewegung und kurze Zeit später überquerten wir die deutsch-polnische Grenze.

Die Fahrt durch Polen verlief unproblematisch, obwohl - und wie anders hätte es wohl sein können?! - die Lady sich alle Mühe gab, das Fortkommen schon nach zwei Stunden Fahrt ein wenig zu verzögern, indem Sie nach einigen Stunden Fahrt meinte, die allgemeine Aufmerksamkeit mit einem ersten Defekt in Form eines Sicherungsausfalles samt dazugehöriger Rauchentwicklung auf sich zu ziehen. Vielleicht war Ihr der Betrieb der Kühlbox noch ein wenig ungewohnt. Aber wir nahmen selbstverständlich darauf Rücksicht und verzichteten in Anbetracht der vorherrschenden sommerlichen Hitze vorerst auf gekühlte Getränke und aßen mit großen Appetit aufgewärmte Brötchen!