Marian und meine Wenigkeit mit André Frommhagen als Co. haben am ersten (zwei weitere sollen noch folgen) 4-Stunden Off-Rod-Rennen teilgenommen. Zu dem Festival kamen 11 IG`ler und feuerten uns am Samstag "dem Tag der Entscheidung" auf der Strecke an. Besonders zu erwähnen ist unser Lada Manni aus Österreich und Armin Hochgesang aus München, die den weiten Weg nicht gescheut haben, zum Zuschauen zu kommen. Insgesamt gingen 45 Fahrzeuge an den Start.

Marian und mir wurde es doch ein wenig unheimlich, als wir die vielen großen "Rennwagen" sahen, mit denen wir es aufnehmen wollten.

Teuer aufgebaute "Renn-G`s" und Pajeros, auch hochgezüchtete Susis waren am Start. Mit gemischten Gefühlen reihten wir uns in die Einführungsrunde ein. Ich vorne weg und Marian dicht hinter mir. Die Strecke war zwar schnell, aber vom Gelände her für einen Niva kein Problem, oder doch?

 

Kurz vor dem Start war Marian nicht mehr hinter mir, was ist jetzt los? Wie schon bei dem letzten Rennen hat es Marian mit einem Defekt, diesmal schon vor dem Start, erwischt. Traggelenk unten links abgerissen. Da hat er jetzt wochenlang an der "Kampfsau" geschraubt, alles verstärkt und nachgeschaut und jetzt das!!!! War wohl noch ein Schaden vom Vorbesitzer. Am Start waren noch zwei andere Nivas, die sich schon am Start abschleppten, wie peinlich für den Namen Lada.

Obwohl Marian etwas geknickt war, stand er die nächsten 4 Stunden an der Strecke. Sein Grinsen wuchs von Runde zu Runde, die ich zurücklegte. So nach 2 1/2 Stunden fuhr ich von der Strecke zum tanken. Wie bei den Profis standen alle da, tankten mein Auto, schauten nach dem Wasch und Kühlerwasser, sogar was zum trinken wurde uns gereicht. Marian staunte nicht schlecht als noch nicht mal 20 Liter Sprit in den Tank passten. "Da hättest du können durchfahren" meinte er. Alles fertig, rein ins Auto und ab auf die Strecke.

Die letzten 1 1/2 Stunden waren dann nicht mehr so einfach. Die Stoßdämpfer hatten so gut wie keine Wirkung mehr und auch meine Kräfte ließen allmählich nach. Aber dann war es soweit, die Zielflagge war zu sehen, wir haben es geschafft, "er" hat 4 Stunden durchgehalten.

Als wir über die Ziellinie fuhren, wurden wir von unseren IG'lern mit dem Banner "Lada - ehrlich gut" empfangen.

Alle freuten sich mit mir, dass mein Niva als einziger Lada die 4 Stunden durchgehalten hat. Es war nicht einfach, aber mit der Taktik "durchhalten ist alles" und das Auto nicht unnötig hart rannehmen hat es geklappt. André, mein Beifahrer, hat natürlich erheblich mit zum Erfolg beigetragen. Er hat mich vor so manchen Löchern und Heranfahrenden gewarnt und mir an vielen Stellen die richtige Spur gewiesen. Ein Range Rover hat uns etwas gestreift, aber außer einer Delle mehr am Auto ist alles heil geblieben. Am Ende haben wir es von 45 Gestarteten auf den 19 Platz geschafft und das mit einem fast serienmäßigen Lada Niva.

Am 17. August findet das nächste Rennen statt. Da fahren wir wieder, keine Frage, und diesmal kommt auch die "Kampfsau" ins Ziel.