Am Wochenende vom 18. zum 19. August veranstaltete der 4x4 Adventure Club Lauchhammer sein jährliches Sommerfest auf dem Nordring in Lauchhammer. Vielen Mitgliedern wird das Gelände noch vom Lada-Niva-IG-Treffen 2006 in guter Erinnerung sein. Auch 2008 ist der 4x4 ACL wieder unser Gastgeber für das IG-Treffen.

Neben dem üblichen freien Fahren während der gesamten Zeit wurde vom ACL, als besonderes Highlight, ein Rennen über 24 Runden auf der Motocrossstrecke organisiert.

Das Wetter zeigte sich während des gesamten Wochenendes von seiner besten Seite, da es aber in der vorhergehenden Woche doch stark geregnet hatte, waren noch ziemlich viele Schlammpfützen auf der Strecke.

 

Neben uns hielten noch Lionel, Patrick aus Leipzig, natürlich Gunnar vom veranstaltenden Club und Mirko aus Zwickau die Fahnen der Niva-IG hoch. Natürlich war auch unser Freund Reiko in unserem Ex-Polizei-Niva mitgekommen, er filmte während des Rennens und macht am Abend immer die leckersten Steaks. Am Rennen nahmen jedoch nur wir und Lionel teil. Die Startreihenfolge wurde nach dem Eingangsdatum der Nennung für das Rennen festgelegt. Deshalb standen Bent und ich auf Position 2 und Lionel auf Position 4. Insgesamt traten zum Rennen 21 Starter an.

Wir bereiteten uns am Vormittag auf das Rennen vor, indem wir die Strecke auf der Suche nach der schnellsten und materialschonendsten Linie abfuhren, schon mal die eine oder andere zügigere Runde fuhren und die Autos nach eventuellen Unregelmäßigkeiten untersuchten. Gegen 14 Uhr 30 ging es zum Vorstart, um danach erst mal im geschlossenen Feld eine Einführungsrunde zu fahren. Dann ging es in die Startaufstellung. Es wurde in zwei Reihen zu je 10 und 11 Fahrzeuge zu starten.

Um 15 Uhr senkte sich die Flagge und die Meute stürmte los. Lionel und wir kamen recht gut weg, Lionel sortierte sich an 4 Stelle ein, nachdem er von einem anderen Fahrzeug einen Rammstoß in die Tür versetzt bekam. Wir lagen nach dem Start auf Position 2 hinter einem stark modifiziertem Fahrzeug auf Subaru Legacy Basis. Gegen 150 PS mit Greenway Alligator-Reifen hatten wir am Start nichts entgegenzusetzen. Der Führende konnte sich etwas absetzen, wir fuhren lieber etwas Materialschonender, da das Rennen ja über eine Stunde laufen würde. Bent wählte immer die direkte kürzeste Linie durch den Schlamm, was sich jedoch als fataler Fehler herausstellen sollte. Nach 3 Runden wurden vor uns gelbe Fahnen geschwenkt, der Führende stand auf 3 Räder in einer Rechtskurve. Seine linke Vorderradfelge war durchgerissen. Jetzt waren wir in Führung. Die Freude währte jedoch nicht lange, da unsere Kühlwassertemperatur sich stetig auf dem Weg in Richtung roter Bereich war. Mir war völlig klar, dass durch die vielen Schlammdurchfahrten der Kühler total zu war. Bent wollte die nächsten paar Runden etwas langsamer fahren um die Temperatur zu senken. Außer dass uns die Verfolger einholten war kein Effekt zu verzeichnen. Also hielten wir kurz an und die Temperatur kam etwas herunter, die Führung war natürlich weg. Nach einer weiteren langsam zurückgelegten Runde hielten wir an der Box an und reinigten den Kühler. Die Wassertemperatur ging sofort wieder auf normale Werte zurück und wir konnten wieder voll angreifen. Aber auch Lionel blieb von Problemen leider nicht verschont, ab der 9 Runde hatte er mit Motoraussetzern zu kämpfen, außerdem hatte sein Motor auch kein Standgas mehr. Er kämpfte sich dennoch auf Position 4 vor. Wir überholten nach unserer Reparatur wieder einige Fahrzeuge und kamen dann auf Position 5 hinter Lionel, der den 4. Rang verteidigen konnte, ins Ziel.

Unsere beiden Autos hatten das Rennen ziemlich gut überstanden, bei uns war außer dem Schmutz im Kühler nichts zu reparieren, bei Lionel ist die Beifahrertür etwas eingedrückt durch die Feindberührung und am Vergaser seines 1600ers war nur die Leerlaufluft-Schraube locker, was die Aussetzer verursacht hatte.

Als Fazit kann man sagen, das Rennen hat super viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Die gesamte Organisation durch den 4x4 ACL hat natürlich perfekt funktioniert, vielen Dank nochmals an alle, die daran mitgewirkt haben.

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