Auch in diesem Jahr (17.08.2013) veranstaltete der 4x4 Automobilclub Lauchhammer – kurz 4x4ACL – wieder das ultimative 24Rundenrennen auf seinem Nordring, welches wieder einmal viel Staub aufwirbelte im wahrsten Sinne des Wortes. Nach doch zähem hin und her kamen doch einige Nivas zusammen. Ich hatte das Glück, von Jörg in Dresden vor der Türe abgeholt und chauffiert zu werden. Wieder einmal konnte ich positiv feststellen, dass man hinten eigentlich super sitzen und den Arm gut auf die Rückenlehne legen und super geil durch die Mitte gucken kann, wenn man nicht gerade schlafen will. Denn da bin selbst ich schon zu groß für die Rückbank, dass dann mein großer Denkschädel ebenso nur in der Luft rumeiern würde Smile

 

Gegen viertel zehn auf dem Gelände angekommen, ging es eigentlich … oller Feinstaub ist wohl auf mein Gedächtniszentrum gestoßen? Aber bilde mir ein, dass Mirko und Gunar entgegenkamen und erstmal Grüße getauscht wurden und dann die Schoko-Familie beim Frühstück begrüßt wurde und umgekehrt. Irgendwie so war das glaube ich...

Dann ging es mit Jörg schnell auf eine Fahrt ins Gelände, bevor sich die 2WDler an den Start begaben. Aber wir staunten nicht schlecht über die rege Teilnahme an normalen PKWs. Sogar ein 1.3er Wartburg hat sich dort verirrt. Meiner Meinung eigentlich zu schade gewesen, um an so einem Rennen teilzunehmen. Na wenigstens hatte er einen passenden Kuhfänger dran, der samt Stoßstange aber nicht so richtig Haltung bewahren wollte wie er sollte. Ein gut höhergelegter Scirocco bekam ebenso meine Aufmerksamkeit wie 2 ältere größere BMWs oder der noch nicht uralte Mitsubishi Lancer (Limousine). Ansonsten waren die alten Swifts und Peugeot 106er ebenso gut beisammen. Aber ich vermute mal, dass der Buggy wohl am Ende das Rennen gemacht hatte. Obwohl die 2WDler nur 12 Runden zu fahren hatten, ging dennoch eine gute Stunde für das erste Rennen drauf. Hätte ich absolut nicht gedacht.

Für die Rennfahrer und Streckenposten war erstmal Pause angesagt und dann trafen wir den Steffen aus Dresden und die Wiedersehensfreude war auch wieder groß. Nach ausgiebigem Plausch ging es wieder ins Gelände auf Rundfahrt. Doch dieses Mal kam es dann plötzlich unverhofft und es gab einen Bums. Wir wollten eine Kuppe seitlich hoch und wie es der Zufall so wollte, fuhr Steffen aber auch die Kuppe auf dem „Hauptweg“ schön rechts entlang hoch und erwischte uns dann an der linken vorderen Ecke. Die einzigen 2 straßenzugelassenen Nivas im Gelände treffen sich auf blödester Weise. Gut, keiner konnte den anderen in dem Moment sehen und da ist es halt mal dumm gelaufen. Aber der Schaden hielt sich in Grenzen, am „schlimmsten“ sahen eigentlich nur die verdrehten Stoßstangenecken aus. Blech wird bissl gezogen und sieht vielleicht dann besser aus als neu – wir werden sehen. Die Weiterfahrt wurde nach dem kurzen Schreck weitergeführt und zur Beruhigung gings dann gleich in die grüne Hölle. Zweimal den gesteckten Parcours abgefahren zum Test und beim dritten Mal musste ich dann Kameramann und Regisseur spielen. Denke, Ergebnis des Filmdrehs ist zwar nicht hollywoodreif, aber man bekommt auch keinen Augenkrebs davon Smile

Wie schnell die Zeit dann auch wieder verging, waren dann endlich die Allradler an den Start gegangen. Subjektiv kam es mir vor, dass mittlerweile mehr PKWs am Start waren als Allradler. Na gut, hat man dann mehr Platz auf der Strecke – hat schließlich alles so seine Vor- und Nachteile. Die 4 Nivas haben eine für mein Empfinden gute Position dank schneller Anmeldung erhalten. Aus der IG waren der Mirko (der sich zum Glück auf den letzten Drücker dazu entschlossen hat, mitzufahren und nicht zu gucken) und der Schoko (endlich mal in diesem Jahr mit einem Niva sich austoben statt werkstattmäßig sich an einem Niva auszutoben) mit seiner Tigerente am Start. Großen Respekt an den langjährigen Nivafahrer Maik Bönisch (www.lada4x4.de), der seine Nivas sowohl bei Rennen als auch im Trail mit seinem nur noch vorhandenen linken Arm manövriert – mitunter viel besser als mancher zweiarmige Fahrer. Und da ist nix behindertengerecht umgebaut. Einzig im Trial-Niva gibt’s eine Servolenkung und fertig! Ich denke, darauf kann man sich beruhigt etwas drauf einbilden. Er meinte nur, dass er beim Rennen die ganze Zeit im 3. Gang mit Untersetzung fuhr und dass dann ziemlich gut ging. Der vierte im Bunde ist Mirkos alter Freund Ronny mit seinem schwarzen Niva mit umgebauter Motorhaube zwecks Öffnen (wie bei Samara, Kalina und Co.), hat was und praktisch ist es auch. Nur blöde, dass die Scharniere von den Türen eines Samurais waren – aber wenns passt, warum denn nicht?!

Da die Allradler dann 24 Runden fahren mussten (also sobald der erste seine 24 Runden voll hat, mussten die anderen die aktuelle Runde fertig fahren und dann wurde nach Rundenzahl und Reihenfolge gewertet), dauerte das Rennen dann doch gute anderthalb Stunden – hätte ich nicht gedacht. Auch hier blieb alles unfallfrei und nur einige Autos hatten paar technische Probleme. Von den 4 Nivas fuhren 3 super, nur die Tigerente wollte immer mal ausgehen und warf den guten Schoko leider dann schnell nach hinten – hätte er die Lackierung samt Russenstern vom letzten Jahr vielleicht behalten sollen? Man weiß es nicht. Sogar Mirkos Niva blieb stets auf allen Vieren und endlich konnte ich dessen Dachbeleuchtung mal in Aktion sehen. Auch Ronny mit seinem schwarzen Russen fuhr Runde um Runde bis zum Schluß.

>Hier noch die mir nachträglich zugetragenen Platzierungen der vier Nivas. Kann man wohl doch ganz zufrieden, vor allem Maik mit seinem grüngelben (oder andersrum?) Niva war der schnellste von allen vieren: Maik 6. Platz , Mirko 8. Platz , Ronny 9. Platz, Schoko 12. Platz

Nach Rennschluss wollte Mirko den Schoko eigentlich ins Fahrerlager schleppen, aber da hatte wohl die Benzinpumpe schlapp gemacht (aber erst nach dem Rennen!!!) und ein 4x4-Indianer (Cherokee) musste dann beide Russen ins Schlepp nehmen. Aber beider gleichzeitig hat er sich aber nicht getraut Smile Erst dann kam noch Markus aus Jena dazugestoßen, um den Abend abzurunden. Mirko und Schoko luden wie die meisten ihre Rennboliden wieder auf die Trailer und so schnell konnten wir nicht schauen, war auch wieder Jackpotfahren im TATRAloch angesagt. Einige PKWs vom Rennen wollten ihr Glück versuchen. Aber ich denke, die jungen Damen im orangenen Patrol haben die Sache auch sehr gut gemeistert – ob sie aber damit gewinnen konnten, entzieht sich meiner Kenntnis, denn unmittelbar danach sind Jörg, Falk und ich wieder gen Heimat abgerückt. Ach wie die Zeit und somit wieder ein super Tag verging und wieder bestens in Erinnerung bleibt.

Für alle, die nicht kommen konnten oder wollten, sei wieder einmal gesagt, dass sie was verpasst haben. Schade, dass gerade die Brandenburger und Sachsen die Events des Lauchhammer Clubs eher mäßig nutzen, und wenn es nur freies Fahren ist – was mit 15€ am Tag sicher nicht zu viel ist. Es sind dann doch meist die gleichen, die immer wieder mal mit dem Niva für „Ordnung“ sorgen Sad So, dann mal gute Fahrt bis zu meinem nächsten Bericht, der jedoch unmittel im Anschluss erfolgt, da ist nicht viel Zeit zum nochmals Rumfahren!

Tschaui Euer Tamás

Die ganze Auswahl der Bilder findet Ihr in der Galerie. Viel Spaß beim Ansehen.