Bericht über die Teilnahme an der WLT 2012 - Endlich war es nach langer Zeit der Vorfreude am Wochenende vom 20.07. bis 22.07.2012 soweit! Unser erster Start bei der größten Norddeutschen Amateurveranstaltung für Geländewagen. Der Wendlandtrophy.

 

Obwohl man bei dem Begriff „Trophy“ zunächst an einen knallharten Wettbewerb denken mag, handelt es sich bei der WLT mehr um eine Roadbooktour mit Spielen für die ganze Familie, bei der jeder serienmäßige SUV und Geländewagen starten kann. Jede Fahrzeugbesatzung wird als Team gewertet.

Nach der, für uns erfreulich kurzen, Anfahrt wurden wir am Freitag Nachmitag von einigen, bereits vor uns angekommenen, anderen „Niva Freunden“ von Nah und Fern auf dem Gelände das Sportvereins von Woltersburg bei Lüchow im Camp der WLT herzlich begrüßt. Ulrich W. aus Finnig in Bayern hatte es sich nicht nehmen lassen und war extra über 750 km weit zu dieser Veranstaltung angereist. Viele der fast 100 Starter nutzen wie wir den Freitag zur Anreise und so füllte sich das Camp recht schnell. Unter den Startern waren auch einige namhafte Offroadfahrer mit ihren speziell ausgerüsteten Geländeboliden.

Allein die Kosten der Zusatzausrüstung und Umbauten dieser Trophy - Fahrzeuge werden wohl den Neuanschaffungswert unserer „normalen“ Nivas weit übersteigen. Der ORC Lüchow, als Veranstalter der Wendlandtrophy, hatte alles bestens vorbereitet. Gegen Abend konnte man sich die Startunterlagen im Nennbüro abholen. Jeder Teilnehmer bekam seinen Startnummernaufkleber sowie eine besonderes Armband als Erkennungszeichen. Wer wollte, konnte noch an einem „Pokerspiel“ zu Gunsten von krebskranken Kindern teilnehmen. Bei schönem Sommerwetter wurde der weitere Abend zumeist in kleineren Gruppen mit gemütlichem beisammen sein verbracht. Am Samstagmorgen begann dann pünktlich um 8.30 die Fahrerbesprechung und kurz darauf wurden die Roadbooks und Bordkarten ausgegeben. Aufgrund der hohen Starterzahl wurden die Fahrer in 2 Gruppen aufgeteilt, die von verschiedenen Startpunkten aus mit der ca. 90 km langen Roadbooktour begannen.

Viele von uns „Nivaleuten“ bekamen das Roadbook 1 und hatten somit den gleichen Startpunkt. Die Anfahrt zu diesem Punkt erfolgte über normale Straßen. Am deutlich gekennzeichneten Anfangspunkt ging es nun richtig los. Margitta las das Roadbook und sagte die Richtung sowie die zu fahrende Strecke an. Unsere Tochter Carolin erinnerte mich immer an das korrekte „Nullen“ des Tageskilometerzählers und hielt Ausschau nach den besondern Punkten im Streckenverlauf. Das sehr exakt ausgearbeitete Roadbook führte uns kreuz und quer über Feld-, Wald- und kleine Nebenstrecken, vorbei an Feldern und grünen Wiesen, durch Wälder, kleinere Ortschaften und Gehöfte, durch das Wendland. In unmittelbarer Streckennähe gab es so manchen schönen Punkt, der zu einem Halt oder einem Foto einlud wie z.B. die Steinemännchen.

Ab und zu gab es eine Station, an der Spiele oder besondere Aufgaben zu lösen waren. An anderen Stellen, zumeist in Kieskuhlen, waren unter den Augen von strengen Streckenposten, die für unsere „seriennahen“ Nivas teilweise recht anspruchvolle Trail - Sektionen möglichst fehlerfrei zu befahren. Nebenbei mussten noch Fragen zu Punkten an der Strecke beantwortet werden. Alles in Allem hat es richtig Spaß gemacht. Mit Ausnahme von der ersten Spielstation gab es kaum Wartezeit. Um Staus zu vermeiden sollte man immer gleich nach Bewältigung der Aufgaben weiterfahren. Hierdurch bedingt konnten wir nicht mit allen Nivas zusammen als Gruppe fahren, sondern man sah sich nur manchmal an einer der Stationen. Nach einem, für uns schönen und ereignisreichen Roadbooktourtag erfolgte die Abgabe der Bordkarte am späten Nachmittag an der letzten Spielstation am Tourende, von der es dann wieder über normale Straßen zurück ins Camp ging.

Die mit Spannung erwartete Siegerehrung fand nach dem gemeinsamen Abendessen, das übrigens genauso im Preis mit inbegriffen war wie die Getränke sowie das Frühstück am Sonntagmorgen, statt. Obwohl alle 9 gestarteten Niva Teams das erste mal bei der WLT dabei waren, schlugen wir uns doch recht Wacker. Das beste Niva Team im Starterfeld war Frank P. mit Beifahrer Frank S. auf Platz 21. Margitta, Carolin und ich fuhren mit unserem „Igor“ auf Platz 33. Stephan und Ron erzielte in Stephans Niva mit Platz 41 die 3 beste Niva Wertung. Im Anschluss an die Siegerehrung spielten bis weit nach Mitternacht 2 Life Bands und es wurde zusammen gefeiert. Nach dem ebenfalls vom ORC Lüchow organisierten gemeinsamen Frühstück am Sonntagvormittag endete die WLT 2012. Mein Besonderer Dank geht an den Off Road Club Lüchow mit all seinen fleißigen Helfern für die tolle Organisation und Durchführung dieser gelungenen Veranstaltung sowie an alle „Niva Freunde“ die meinem Vorschlag zum bestreiten der WLT gefolgt sind.

Mit Vorfreude auf ein Wiedersehen, vielleicht bei der WLT 2013, verbleibe ich,

mit freundlichem Gruß Horst