Zabeltitzer Ladatreffen

Um die Dopplung von Berichten und Bildern zu vermeiden, wollen wir in diesem Fall auf die Urheberseite verweisen, die von unserem Mitglied Tamás betrieben wird. Die Treffen sind immer wieder einen Besuch wert und gehören mittlerweile zu den Standardtreffen in der Ladaszene. Auch hierbei wünschen wir viel Spaß beim Lesen und den vielen Bildern. Weiter unten jedoch ein weiterer Bericht von Joachim.

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Zabeltitz, die Dritte!!!
Bericht von Joachim (IG-Nr. 77)


Ich besuchte das Lada-Treffen in Zabeltitz 2013 zum ersten Mal und da dieses Treffen so gelungen und die Leute wirklich nett waren, ging es auch 2014 erneut dorthin. Da dieses Treffen für mich nun zu den Pflichtterminen gehörte, war der Urlaub bereits ein halbes Jahr vorher gebucht.

Die Vorbereitungen zuhause waren an einem Nachmittag erledigt, die guten Winterreifen auf die frisch gewaschene Quatschbox montiert und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Bremse überholt und schön gangbar gemacht. Hierbei kam auch gleich noch ein zu großes Lagerspiel eines der Radlager zum Vorschein und wurde sofort auf das Sollmaß gebracht. Danach wurden noch die Kardanwellen mit frischem Fett versorgt, alle Öle kontrolliert und somit war der Lada Taiga bereit für die gut 1.300 Kilometer hin und zurück. Es wurde dann noch etwas Werkzeug und Scheibenfrostschutz eingepackt, Decke (man weiß ja nie was kommt) und ein paar kleine kulinarische Mitbringsel verstaut.

 

Mit Tamás, einem der Veranstalter des Treffens, hatte ich vereinbart, ihn gegen Mittag in Dresden abzuholen und gemeinsam nach Zabeltitz anzureisen. Also machte ich mich am Freitag früh auf den Weg und nachdem der Tank und Zusatzkanister gefüllt waren, befand ich mich um 3:45 Uhr auf der Autobahn in Richtung Deutschland. Das Wetter war einigermaßen und der Verkehr war schön gering und so brachte ich gemütlich Kilometer um Kilometer hinter mich. Die Reisegeschwindigkeit pendelte sich wie immer bei gut 95 km/h bei genau 3.000 Umdehungen ein, da sich hierbei meine Quatschbox und ihr Chauffeur am wohlsten fühlen. So waren die ersten 300 Kilometer flott zurückgelegt und ein Tankstop war angesagt, also Blinker rechts gesetzt und runter von der Bahn. Am Autohof wurde zuerst der Lada mit Nahrung versorgt, danach war ich selbst dran und genoß das mitgebrachte Frühstück und vertrat mir etwas die Beine. Gestärkt und wieder ganz frisch (war angenehm kühl draussen) ordnete ich mich wieder auf der Bahn ein und die zweite Etappe bis Dresden konnte in Angriff genommen werden. Ich machte noch einmal eine kleine Rast nach knapp 150 Kilometern, stärkte mich mit etwas Obst und spazierte am Parkplatz durch den Schnee, man ist ja nun schließlich in Urlaub und nicht auf der Flucht. Dresden und somit Tamás zuhause erreichte ich bereits um 11:30 Uhr und so konnten wir die letzten Kilometer gemeinsam in Angriff nehmen, natürlich erst nach dem Austausch von den mitgebrachten österreichischen Spezialitäten. Da 600 Kilometer Autobahn mehr als genug sind, lotste mich Tamas über schöne und geschwungene Landstraßen nach Zabeltitz, dabei gab es schon hier einiges zu sehen.

 

An der Parkschänke in Zabeltitz angelangt, bezog ich als erstes das reservierte Zimmer und man unterhielt sich schon mal angeregt. Anschließend wurde zu Fuß noch Zabeltitz erkundet, da wir dieses Mal schön zeitig angekommen sind, und so sieht man doch einmal mehr vom Ort als nur das Palais und die Wirtshäuser, auch tut körperliche Ertüchtigung nach stundenlangem Autofahren sehr gut. Am späteren Nachmittag kamen dann auch Frank und Birgit in Zabeltitz an und es wurden Zimmer bezogen. Gegen 18 Uhr kamen wir in der Gaststube in der Parkschänke zusammen, um gemeinsam zu essen und es trafen immer mehr Teilnehmer ein. Auch Horst reiste bereits freitags an und Klein-Uwe und Andy waren die letzten, die an diesem inoffiziellen ersten Tag anlangten (für Uwe´s Verhältnisse war er jedoch sehr früh da Wink ). Das Abendessen war selbstverständlich sehr gut und auch das eine oder andere Bier wurde getrunken. So verging der erste Abend wie im Flug und es ging wie fast immer erst viel zu spät in die Federn.

 

Der nächste Morgen war dann auch viel zu schnell gekommen und das Frühstück ließ ich getrost ausfallen, eines der Biere oder Vodka vom Vorabend dürfte schlecht gewesen sein, meistens ist im letzten Bier ganz unten der Rausch drinnen, und ich dürfte ausgetrunken haben. Also was soll´s, was gibt es besseres zur Genesung als einen riesen Haufen Lada aller Modellreihen auf einem Fleck. So machten wir uns um 9 Uhr von der Parkschänke auf den Weg zum Palais, wo bereits die ersten Teilnehmer sich eingefunden hatten. Man traf wieder viele bekannte Gesichter und Autos und bei diesmal relativ angenehmen Temperaturen um den Gefrierpunkt führte man so einige Benzingespräche und bestaunte die ganzen 2101, 2103, 2104, 2106, 2107, 2111, 2121 usw. Zum gemeinsamen Mittagessen fanden wir uns alle im Zabeltitzer Gasthof ein und wurden von der sehr guten Küche verwöhnt. Ich lernte bei dieser Gelegenheit eine ostdeutsche Spezialität kennen, Soljanka, eine wirklich gute würzige Suppe. Wie auch bei den letzten beiden Treffen, war auch dieses Jahr Lada-Deutschland durch Herrn Jäkel vertreten und auch ein Lokaler Lada-Händler gab sich die Ehre. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Lada-Deutschland und Herrn Jäkel, welcher eine Runde Getränke spendierte und Kalender usw. mitbrachte. Gut gestärkt machten wir uns dann an die Ausfahrt und dieses Jahr führte uns diese nach Schildau, wo wir ein Museum über die Schildbürger besuchten. Der Convoy bewegte sich bei immer besserem Wetter auf schönen geschwungenen Landstraßen durch malerische Landschaft. Bei diesem Treffen hatte ich zur Ausfahrt einen Beifahrer, Horst nahm neben mir Platz und so konnte man auch die Fahrt für Lada-Gespräche nutzen und auch das eine oder andere Foto wurde bei dieser Gelegenheit gemacht. Wir erreichten Schildau und die Sonne lachte vom Himmel. Wir stellten unsere Lada auf dem Ortsplatz ab und wurden von einem Mitarbeiter des Museums in klassischem Gewand und Glocke ins Museum geleitet. Da die Teilnehmerzahl doch sehr üppig war, wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt und konnten so nacheinander das gerade erst wiedereröffnete Museum besuchen und erfuhren mehr über die Geschichte und Geschichten über Schildau und die Schildbürger, natürlich auch über deren Streiche.

 

Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den gemeinsamen Rückweg nach Zabeltitz, um das Treffen beim gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen. Aufgrund der hohen Zahl der Teilnehmer mußte in diesem Jahr das Abendessen auf 2 Lokale aufgeteilt werden, welche jedoch nur wenige 100 Meter voneinander entfernt waren. Die einen fanden sich in der Parkschänke ein, die anderen genossen ihr Abendmahl im Mühlen-Cafe. Ich als Österreicher wurde in Sachen Schnitzel eines besseren belehrt: bei uns in Österreich gibt es ein Wiener Schnitzel nur mit Reis, Kartoffel oder Pommes Frites, aber keinerlei Soße/Tunke, eine derartige Verunstaltung wird gerichtlich geahndet Wink Wink . Dies diskutierte ich auch mit unserer überaus freundlichen Kellnerin, natürlich nur augenzwinkernd, und so probierte ich das Hexenschnitzel, welches paniert, danach mit Kren (Meerrettich) belegt und Käse überbacken wird. Und hier muß ich nun eines zugeben, es hat vorzüglich geschmeckt, man lernt also niemals aus und wir werden auch weiterhin an der kulinarischen Entwicklungshilfe weiterarbeiten.


   

 

Auch dieser Abend wurde wieder etwas länger, das tschechische Pärchen, welches bereits letztes Jahr das Treffen besucht hat, führte Bilder vom Treffen in Tschechien und Ungarn vor, es wurde fleißig gescherzt, geblödelt und auch fachgesimpelt (wir wissen aber noch nicht, wer vom Fach war und wer der Simpel, hihi) , jedoch blieb er für mich alkoholfrei, somit war der nächste Morgen zwar auch wieder überraschend schnell gekommen, dafür schmeckte das Frühstück umso besser.

Wir checkten aus den Zimmern aus, beglichen die Rechnung, verstauten das Gepäck im Auto und so fanden wir uns nochmals beim Palais ein. Man plauderte nochmals ein wenig, einige verabschiedeten sich und machten sich auf den Heimweg und die Verbliebenen Fuhren noch nach Großenhain, um ein Museum auf dem ehemaligen sowjetischen Stützpunkt zu besichtigen. Das Museum ist in einem alten Bunker für Munition untergebracht und es wurden dort sehr viele ausgesuchte Stücke zusammengetragen und viel wissenswertes über den ehemaligen Stützpunkt. Für mich als Österreicher (geboren 1977) war dies viel Neuland, wir kannten zwar als Kinder die DDR von der Landkarte und auch die Wende bekam man als 12-jähriger etwas mit, jedoch wusste man sonst relativ wenig darüber. Da waren dann die Geschichten über das Leben auf und neben solch einem Stützpunkt schon was besonderes, da wir so etwas in keinster Weise kannten. Auch an dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön für den Vortrag, welcher witzig und informativ zugleich war, an Marcel Reichel von der Flugplatzausstellung Großenhain. Danach plauderte ich noch etwas über Amateurfunk, da sie dort auch noch eine Klubstation haben und dann hieß es aber schleunigst, sich auf den Heimweg zu machen, da noch 600 Kilometer vor mir lagen.

 

   

   

Tamás nahm wieder auf dem Beifahrersitz platz, da er wieder zur Uni in Chemnitz musste, und Ecki (der zweite Veranstalter) lotste uns noch bis zur nächstgelegenen Tankstelle, wo sich dann wieder für ein Jahr unsere Wege trennten. Ich bedankte mich nochmals herzlich und so machten wir uns auf den Heimweg. Tamás war wie üblich ein sehr guter Beifahrer und Lotse, man unterhielt sich nochmals angeregt und ehe man sich versah, war auch bereits Chemntiz erreicht, wo sich auch unsere Wege trennten, hier jedoch hoffentlich nicht für so lange Zeit. Man plauderte noch kurz, verabschiedete sich und so ging es alleine weiter Richtung Heimat.

Da es dieses Jahr Frank und Max Plachert nicht zum Treffen geschafft hatten und es auf dem Rückweg lag, wohnen ja im Raum Hof, wo ich ja direkt vorbei muß, stattete ich ihnen einen Besuch ab. Kurz vorher angerufen, holte mich Frank standesgemäß an der Autobahnabfahrt mit seinem Niva ab und lotste mich zu ihrem wirklich schönen Eigenheim. Der Empfang war herzlich, es war schön, die ganze Familie wiederzusehen. Ich wurde von Franks Frau Kerstin mit Kaffee, Kuchen und Waffeln verwöhnt und so saß man gemütlich zusammen, Frank/Kerstin/Max/Lina/Stefanie und der Nachmittag verflog geradezu. Da noch immer 400 Kilometer vor mir lagen und auch Frank am Montag wieder um 2 Uhr früh raus mußte, machte ich mich um 18:30 Uhr auf den Weg. Max und Stefanie begleiteten mich noch bis zur Tankstelle vor der Auffahrt, man verabschiedete sich und somit war ich wieder auf der Bahn. Die Heimfahrt verlief wie bereits die Anreise problemlos, jedoch war die Witterung nicht unbedingt perfekt, da es einige Male doch heftig zu schneien begann. Der Verkehr nahm zu später Stunde dann auch stark zu, da sich die LKW´s nach dem Wochenende wieder auf große Fahrt begaben. Aber auch so langte ich nach 5 Stunden Fahrt gut zu Hause an und war somit um 23:30 Uhr auch noch zu sehr christlicher Zeit daheim.

Abschließend möchte ich mich nochmals bei Ecki und Tamás für das Treffen bedanken, welches wieder perfekt geplant und organisiert war. Auch ein großes Danke an alle anderen Teilnehmer, durch welche so ein Treffen erst ein richtiger Erfolg und Vergnügen wird. Danke an Lada-Deutschland für die Getränkerunde und die Präsente, aber auch dafür, überhaupt auf einem Treffen Präsenz zu zeigen, Hochachtung. Und zuguterletzt möchte ich mich bei den Placherts für die Gastfreundschaft und die leckere Verköstigung bedanken, jetzt weiß ich ja, ihr seit nur gut 5 Stunden entfernt, da kann man auch mal unterm Jahr mal vorbeischauen.

Also heißt es nun, wieder ein Jahr rumzubekommen und sich bereits jetzt auf das nächste Treffen in Zabeltitz zu freuen, an welchem ich mit 100%-iger Sicherheit wieder teilnehmen werde, aber die Zeit wird wie im Flug vergehen, werden doch einige Treffen das kommende Jahr versüßen, österr. Treffen in Molln, Treffen in der Tschechei und das IG-Treffen in Stadtoldendorf. Und wer weiß, was sich sonst noch ergibt.

Beste Grüße aus dem Ösi-Land...

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