Herbsttreffen 2009 in Karenz oder eine LADA ist nie richtig kaputt und nie richtig ganz.

Lada-Horst rief und die Freunde des NIVA kamen. Aus dem Norden und dem Raum Berlin kamen sie vom 23. bis zum 25.Oktober 2009 zum geselligen Saisonausklang nach Mecklenburg Vorpommern in das Offroadcamp Karenz. Neben Runden drehen über Hügel, Berg und Tal ging es auch wieder zünftig durch Pfützen und Schlamm. Aber auch das gesellige Beisammensein sollte nicht zu kurz kommen. Die Ersten, Sabine und Frank, kamen schon am Freitagabend mit ihrem 4x4 auf dem Gelände an.

Als einzige LADApiloten parkten sie ihren Wohnanhänger zwischen Unimog und Defender. Am Abend saßen sie, anfänglich ziemlich unrussisch, aber in einer herzlichen Atmosphäre am Lagerfeuer der Landroverfahrer. Wie auch immer, gelang es Frank zwei Defanderfahrer davon zu berzeugen, dass der LADA 4x4 das inzige richtige Geländefahrzeug sei. Befasst haben müssen ie sich allerdings schon länger mit einem ventuellen Markenwechsel, denn in ihren Fahrzeugen lagerten mehrere Liter bester Russischer Wodka. Lagerten… 

Am Samstagmorgen trafen Thomas, Horst und Rainer nacheinander im Gelände ein. Schnell war man sich einig die Wohnanhänger, wegen der gemütlichen Atmosphäre, zu einer Wagenburg zusammenzufahren. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, Allerlei aus allerlei Büchsen, ging es dann ab auf die Piste. Das Offroadcamp Karenz bietet auf ca. 20 Hektar verschiedene Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. In einem Sandloch, auf verschiedene Waldstrecken mit zum Teil anspruchsvollen Geländequerschnitten sowie auf Strecken mit Schlamm und Wasserlöchern, konnten alle wieder einmal mehr ihr Können und das ihrer Fahrzeuge austesten. Ganz Mutige hatten die Möglichkeiten ihre Autos an Schrägen mit bis zu 36 Grad Neigung entlang zu fahren. Oder eine Betonpiste mit Steigung und Gefälle von 60 bis 80 Prozent zu erklimmen, um anschließend von dieser Position aus weit über das Treiben auf dem Gelände und darüber hinaus ins Mecklenburger Land zu schauen. Zum Lagern, Campen und Faulenzen lud ein weiterer Geländeabschnitt ein. Es stehen Stromanschlüsse und eine hervorragende Sanitäranlage mit Duschen zur Verfügung. Für ein besonderes Highlight unseres Treffens, nicht nur für LADA Fans, entschied sich Thomas. In der Folge einer Hügelüberfahrt tauchte er, mehr unfreiwillig, seinen NIVA mit dem Frontgrill frontal einige Zentimeter unter Wasser. Der Luftfilter zog offenbar eine gehörige Portion Wasser und Schlammgemisch. Der Motor blieb schlagartig stehen.Nichts ging mehr.

 

Publikumswirksam folgte die Bergung mittels fahrzeugeigener Seilwinde und einem Landrover.

 

Den Nachmittag bis in die späten Abendstunden verbrachten die russischen Freunde, wie die Landroverfreunde uns nannten, mit dem Zerlegen diverser Teile des NIVAs. Somit bestand der Samstagnachmittag im Wesentlichen aus folgenden Programmpunkten: Wir bergen einen NIVA, wir bauen einen Luftfilter auseinander, reinigen diesen und bauen in wieder zusammen. Wir trinken gemeinsam Kaffee. Wir nehmen die Zündkerzen raus….

 

Die abendlichen Gespräche am Grill drehten sich dann naturgemäß um Frage wie: Was kann dem NIVA passiert sein? Wie kann das Problem gelöst werden? Aber auch ich musste von meiner 5000 Kilometer Russlandreise mit dem NIVA zwischen Sankt Petersburg, Moskau, Lettland und Potsdam vom Mai des Jahres erzählen.

 

Am Sonntagmorgen, nach dem gemeinsamen Frühstück, bestimmte der LADA von Thomas wieder das Thema. Nun hieß es: Wir bauen eine Lichtmaschine aus und reinigen diese.

Am Ende lief der NIVA leider nur nach dem Motto:“Eine LADA ist nie richtig kaputt und nie richtig ganz.“ Den Heimweg musste das gute Stück später auf einem Anhänger antreten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einer herzlichen Verabschiedung traten die ersten ihre Heimreise an.

Alle Teilnehmer des Treffens sind sich einig. Trotz, oder vielleicht gerade wegen des Ausfalls des NIVAs war es ein tolles und spannendes Wochenende. Und ein weiteres spannendes Wochenende, dann mit Kindern, soll schon im Frühjahr im Offroadcenter Karenz folgen.
Kommentar meiner Tochter:“Aber Papa, du fährst dann nicht durch dieses Loch.“ 2010 in Karenz.