Hallo Nivafans,

hier ein kleiner Bericht von unserer ersten Zusammenkunft 2005 im Südwesten. Am Ostersamstag konnte ich im Laufe des Vormittags bei trockenem Wetter und angenehmen Frühlingstemperaturen 8 Nivafahrer begrüßen: Meiner Einladung waren Marco Ließ aus Berlin (!), Gerd Chroszcz, Jens Klapprot, Frank Langohr, Vladimir Zaostrovnych, Christian Blauth, Sebastian Eichwald, Lionel A., und Harald Bonn gefolgt.


Das Gelände war diesmal nicht so schmierig und schwierig, so konnten wir alle Buckel und Steilauffahrten ohne nennenswerte Probleme befahren. Vladimir Z. war schon am Freitag angereist und hatte ausgiebig das Terrain erkundet. Extreme Schräglagen und Verschränkungen waren möglich. Für Lionel und mich waren diese Spielchen am Rande der Physik das Salz in der Suppe - nicht jedermanns Sache. Dafür wurden von Marco die noch ausreichend nassen und schlammigen Passagen erkundet, „ alles kann, nichts muss“. Fast jeder ließ sich vom „Schlammfieber“ anstecken und durchfuhr dann doch die vorher gemiedenen tiefen Gäben mit reichlich Matsch, wobei auch mal der Bergegurt gebraucht wurde. Bald sahen die Nivas aus wie ihre Umgebung.

Mittags genossen wir die leckeren Steaks mit Kartoffelsalat, die uns das Team der 4x4adventures zubereitet hatten und deren Gastfreundschaft mich immer wieder begeistert. Der Essenshunger war nun gestillt, jedoch nicht der Hunger nach „Bining pur“.

Am späten Nachmittag wurde mancher etwas übermütig. In südlichen Teil des Geländes wurde der Hohlweg in allen erdenklichen Variationen befahren, Schrägfahrten am Limit des Kippwinkels, Böschungswinkeltests bis nichts mehr ging. Später stellte Marco im nördlichen Bereich seinen Niva nach überfahren eines kleinen Hügels kopfüber in einem Graben, den er einfach übersehen hatte. Nach unserem Motto „gemeinsam sind wir stark“ war der Niva bald wieder geborgen und der Rammschutz auf „russische Art“ von Marco wieder geradegerichtet.

Sebastian E. sorgte ebenfalls für eine filmreife Einlage. Er wollte wohl seinen Niva etwas abkühlen und befuhr das berüchtigte „Bininger Loch“, das gut mit Wasser gefüllt war, etwas zu forsch. Ein Wasserschlag setzte dem Vorwärtsdrang ein jähes Ende. Nach erfolgter Bergung durch einen Landrover-Fahrer, der dort zur Stelle war, war nun erst mal trockenlegen angesagt. Hierbei erhielt Sebastian E. natürlich Unterstützung von unseren herbeigeeilten fachkundigen Nivafahrern. Nach einer Weile des Spülens und Trocknens konnte mit einem Putzlappen als Filterersatz wieder gestartet werden.
Anschließend befuhr Vladimir Z. in anderer Technik das „Bininger Loch“ problemlos.

Am Nachmittag traf auch Harald Bonn mit seinem Niva-Wohnmobil ein. Auch er wagte einige Runden, nachdem er den Wohnmobilaufbau abgesetzt hatte. Auch im nördlichen Teil von Bining stand wieder eine Bergeaktion an. Vladimir Z. hatte seinen Niva quer in die schlammigen tiefen Spuren gesetzt Da waren gleich 2 Nivas zum Bergen notwendig.

Auch der schönste Tag hat mal ein Ende. Ich hatte es einfach, brauchte meinen Niva nur auf den Trailer zu laden. Die anderen mussten Scheiben, Lampen, Räder usw. grob reinigen, da sie ja noch auf der Straße fahren mussten. Ich denke, um eine Erfahrung reicher, hat auch Sebastian E. seinen gewässerten Niva gut nach Hause gebracht. So ging der erste Ausritt ins Gelände zu Ende. Wir hatten alle mit unseren 10 NIVAS einen schönen Tag verlebt. Die Bilder sprechen für sich. Als nächstes treffen wir vom Südwesten uns in Bruchsal. Bis dahin Achs- und Pleuelbruch und immer einen Fingerbreit Luft unterm Differential.

Euer Manfred.