Auch im Jahre 2013 hieß es wieder einmal für mich, einen Heimatbesuch bei meinen ungarischen Verwandten zu machen, um mal nach dem rechten zu schauen und das Opa nicht zu aktiv rumwerkelt als es ihm gut tut – 2010 stieg er schließ noch problemlos aufs Häuserdach, um einige Ziegel zu tauschen, nur mal ein Beispiel. Doch der Urlaub hatte diesmal 2 wichtige Punkte, die ich gerne abarbeiten wollte. Zum einen arbeite ich meine verwandtschaftlichen Verhältnisse auf, um zum einen gerade auf meiner ungarischen Seite den großen Clan mal genauer kennen zu lernen und dass einige der Verwandten evtl. wieder näher rücken und alte Kontakte wieder aufgefrischt werden. Einige beklagen schon, dass sie in manchen Richtungen schon Funkstille haben. Sogar nach Serbien klappte die schon längst überfällige Reaktivierung dank eines neuen idealen Grenzübergangs.

 

Aber auch folgendes Ereignis erfreute mich sehr, da ich endlich mal an einem ungarischen LADAtreffen teilnehmen konnte. Am Samstag den 25.08.2013 war es dann endlich soweit. Onkel hatte auch Zeit, also ging es gemeinsam in Opas noch immer wunderschönen 2103er von 1977 zum nur 55km entfernt gelegenen ersten ungarischen internationalen LADAtreffen des LADA CLUB HUNGARY am Soltvadkerter See. Auch hier gab es kurz vorm Ziel Hinweisschilder, wie man es vom Nivatreffen ebenso kennt. Erstmal nen ruhigen Parkplatz auf dem Campinggelände gesucht und schnell gefunden und dann gings auf gemütliche Autobeschau.

Nach der halben Außenrunde glaubte ich meinen Augen nicht. Erkenne ich doch zwei alte tschechische Bekannte wieder, von denen ich seit 2 Jahren nichts mehr gehört habe. Umso größer war die Freude auf beiden Seiten. Da blieb ich natürlich bei denen die ersten 2 Stunden hängen und der Onkel ist förmlich schon dreimal über den Platz gelaufen Smile Egal. Auch mit ihnen besprach ich die Problematik, warum sie nicht zu einem der deutschen Treffen kommen – leider ist dies dann immer eine Entfernungs- und Geldfrage. Aber vielleicht kann man da noch gewisse Lösungen finden?

Dann ging es endlich ans Fotografieren der einzelnen Schönheiten. Da kam auch gleich einer der leider nur drei vorhandenen Nivas an, ebenso Kontakt aufgenommen, Visitenkarte in die Hand gedrückt, denn der Besitzer würde gerne mal zu uns nach Deutschland kommen. Na hoffentlich meldet er sich bald bei mir, dass seine Kontaktdaten habe. Ein anderes junges Pärchen kam mit mir auf die Thematik Granta zu sprechen, den sie auch gerne in einer Sportausführung hätten, wie es ihn wohl in Russland für „wenig“ Geld gibt. Da es aber seit 2010 keinen offiziellen LADA-Importeur gibt, sieht es so erstmal schlecht aus. Ich war schon froh, dass wenigstens ein 110er sowie ein Niva Pickup 1,5 Kabiner an dem Treffen teilnahmen. Kein Kalina oder Priora oder für Ungarn sonstiges „exotisches“ Modell.

Zwischendurch gab es gewisse Durchsagen und es wurden noch kleine Wettkämpfe wie Tauziehen und Eierwerfen unternommen. Leider konnte ich mich da nicht zu lange aufhalten. Musste doch die vielen LADAs auf die SD-Karte bekommen, um dann eine ungefähre Abschätzung der teilgenommenen Fahrzeuge machen zu können. Ich schätze mal auf 250 oder mehr Fahrzeuge. Am meisten waren die 2107er und 2105er sowie 2101er vertreten. Glaube nur ein 2102er, sehr wenige 2103er und 2106er, etwas mehr 2104er, ein Forma und ein 2110er, einige Samaras und halt 3 Nivas, davon zwei 1600er und ein Pickup, der jedoch von Multipoint auf Vergaser umgebaut wurde, weil die Einspritzung dem Besitzer zu viele Mucken machte. Es gab zum Teil schon ziemlich optisch gut gemachte Exemplare, aber auch einige ziemlich original und ungepflegt belassene Vertreter. Aber das waren die wenigen. Hier merkte ich auch, dass Alufelgen und Zusatzscheinwerfer so bissl das Ding der Ungarn sind. Aber auch schöne originale Oldtimer gab es zu sehen wie einige Rennfahrzeuge. Sogar eine Moskauer Militz mit jedoch ungarischem Kennzeichen war ebenso am Start. Da wären wir wieder bei dem Stichwort „international“. Bei diesem Treffen waren folgende Nationen vertreten: Ungarn, Finnland, Tschechien, Slowakei, Serbien (etwa der Rolf getarnt im Samara?), Slowenien, Polen, Estland, Lettland, Litauen, Holland – mitunter nur mit einem Fahrzeug vertreten. Ich habe zwar mein wirklich bestes gegeben, und die Lada Niva IG Deutschland mit angezogenem Shirt so gut wie möglich vertreten, bin aber wohl eher in der Masse untergegangen, wie ich mal das so einschätze. Daraus schlossfolgere ich nur folgende Konsequenz. Es muss doch eine Delegation von mindestens 10 Nivas – vor allem paar Exoten wie Cabrios, 2131, M-Version, 2123 (Chevy Niva) und VanDivide Wohnmobilversion und was wir sonst so am Start haben – beim nächsten Treffen dabei sein. Inklusive LADAfahnen und evtl. mal einem IG-Banner oder Segeldingsbumsaufsteller. Das gleiche dann auf der PKW-Schiene mit der LADA-WELT mit Baltics, 110er Familie, Kalinas, Prioras, vielleicht dann den einen oder anderen Granta, Samara Fun und Vollcabrio, einige der letzten aus der Novareihe, die über Slawa zu uns zurück kamen. Da wären wir modelltechnisch in der Summe auf alle Fälle top aufgestellt.

Leider war die Zeit zu schnell rum, denn der Onkel wollte unbedingt zu einem Fußballspiel und somit blieben sicher einige Gespräche offen und werden vielleicht beim nächsten Mal nachgeholt. Was ich aber für Euch mitnehmen konnte, sind folgende zwei Sachen: Zum einen ist der eine tschechische LADAfreund dran, für ein funkferngesteuerten TAMIYA Modell statt der originalen Karosse eine selbsterstellte Niva 1700er Karosse oder auch eine 2101er Karosse zum Kauf anzubieten. Evtl. werden weitere Karossen folgen. Sobald ich konkretes weiß, gebe ich die genauen Informationen durch. Diese Karosse liegt dann preislich deutlich unter dem Preis einer originalen TAMIYA-Karosse. Wer irgendwelche Karosseriewünsche hat, kann sie mir gerne mitteilen und ich leite dies weiter. Ob es dann jedoch zur tatsächlichen oder zeitnahen Umsetzung kommt, kann und will ich im Moment nicht garantieren, da dies in der Freizeit bewältigt wird. Ebenso war ein ungarischer Anbieter von Tassen, Kissen usw. mit LADAmotiven am Start, wo ich gleich mal nachfragte, ob es da Möglichkeiten gebe, da ins Geschäft zu kommen. Da werde ich bei Gelegenheit nochmal nachhaken und vielleicht gibt’s da auch eine Preisliste mit Bildern oder so, die ich dann bei Gelegenheit euch nachreichen kann und man dann nach Bedarf evtl. eine Sammelbestellung machen kann. Lieferung ins Ausland machen sie nur ungern, da auch Überweisungen von Deutschland nach Ungarn dann irgendwelche Gebühren kosten und sich das dann nicht rentiert. Aber ich denke, das wird schon irgendwie klappen.

Als Fazit zum Ganzen:

  • endlich mal richtig viele Ladas auf einem Haufen
  • sehr schöne Atmosphäre auf dem Campingplatz mit ausreichend Platz
  • ziemlich international
  • man trifft mitunter alte Bekannte
  • gut gemischtes Programm für Sport und Spaß
  • evtl. kombinierbar mit einem Ungarn- oder Kroatienurlaub oder vielleicht der Transkarpatentour?

Anbei noch paar Links zu den Bildern und ungarischen Texten des Veranstalters bzw. der Gäste.

Die ganze Auswahl der Bilder findet Ihr in der Galerie. Viel Spaß beim Ansehen.

Ich verbleibe wie immer mit bestem LADAfahrergruß! Tschaui Euer Tamás