Am 4. August 2012 war es wieder so weit. Die Lada-Weltler Heiko und Jahn hatten wieder zu einem schönen Treffen ins schöne Sachsenland gerufen. Diesmal klappte es endlich auch bei mir. Ist ja schon ärgerlich, wenn kurz vor der Haustüre ein LADAtreffen stattfindet und man nicht dabei sein kann, weil man meist um die Zeit ab nach Ungarn gedüst ist. Doch diesmal klappte alles und sogar mein Schwesterherz hatte sich überwunden und ist auch mal mitgekommen – wenn man bedenkt, dass es mit ihr während der Bugsizeiten (immerhin 8,5 Jahre 21044 gefahren) nie klappte, dass sie mal mitkam. Wie sagt man aber so schön?: „Lieber spät als nie!“ Aber Schluss mit dem Vorgeplänkel – auf ins Geschehen!!!

Wir wurden von den Eltern freundlicherweise nach Kleinhennersdorf bei Bad Schandau in der schönen Sächsischen Schweiz zum Treffpunkt gebracht. Es ging ja schließlich zeitig los – schien wohl der Tag voll durchgeplant zu sein, wie wir dachten. Denn vom Programm her wurde alles bis zum Schluss geheim gehalten. Endlich angekommen, musste ich feststellen: „Sind das aber viele neue Gesichter, die man noch nicht kennt.“ Auch kein Wunder, wenn man schon lange nicht mehr bei einem Lada-Welt Treffen gewesen ist. Aber wer mich kennt, weiß, dass dies mein geringstes Problem gewesen ist. Umso mehr freute es mich, endlich auch den Niva-IGler Stephan aus Dresden mit seiner Familie kennen zu lernen. Von einigen kannte man wenigstens die Autos oder man schrieb sich vorher über die Foren etc. – aber wenn man ein Gesicht dann dazu hat, ist es doch immer wieder schön, ebenso mal sich gegenüber zu stehen und nicht nur miteinander zu telefonieren oder zu schreiben. Rainer aus Storkow konnte aus familiären Gründen leider nicht kommen, schickte aber seinen Max als würdige Vertretung ins Sachsenland.

Nach der ersten Stärkung zum Frühstück ging es dann an den Start zu den LADAs (2104, 2106, 2107, 2108, 2108 Cabrio, 2109, 2111, 2112, 2121, 2171). Es gab eine Einweisung, was denn auf dem Programm steht, sogar kleine Kehrpakete (Banane, Riegel, Getränk) wurden ausgeteilt. Schwesterherz und ich wollten eigentlich in einem der letzten neuen 21044er mitfahren, was leider nicht klappte. Aber in einem schönen 2106er saß es sich ebenso entzückt und wurden somit vom „Kurier des Zaren“ chauffiert. Na Hauptsache, mal wieder in einem LADA mitfahren! Es ging über Berge und Täler von Kleinhennersdorf über Bad Schandau, Hohnstein, Lohmen, Pillnitz und Weißig zur Endhaltestelle in Nähe des Dresdener Fernsehturms. Die LADAs wurden in „Reih und Glied“ geparkt und es kam auf einmal noch ein Urgestein auf den Parkplatz gefahren. Es war ein Bus des Modells „Ikarus 66“, wunderschön. Da schlägt das eigene halbungarische Herz natürlich noch höher.

Mit diesem Prachtexemplar ging es ab ins Zentrum des wunderschönen Dresdens. Natürlich erzeugt der Ikarus ebenso Bewunderung wie ein LADAkonvoi! Ziel war diesmal- wie sollte es fast anders sein – das Dresdener Verkehrsmuseum, welches ich vor gut 18 Jahren letztmalig besuchte. Und da hat sich vieles getan, wie ich positiv feststellen durfte! Wir bekamen eine Führung und die Erläuterungen waren recht interessant. Mir bot sich sogar die Möglichkeit, mein evtl. zukünftiges Gefährt Probe zu sitzen, ein Carl Benz Dreirad. Aber naja. Mir ist da doch ein LADAklassiker lieber. Auch wurde über die ersten Versuche des Fliegens berichtet. Natürlich durften die Anfänge des sächsischen Zugverkehrs nicht fehlen, das Stichwort ist Saxonia! Später durfte Jan sich sogar an einem der ersten Laufräder bzw. an einem Hochrad versuchen. Das klappte eigentlich sehr gut. Danach bestand noch die Möglichkeit, für eine halbe Stunde das Museum allein und individuell zu erkunden. Für unsere ganz jungen Teilnehmer (zum Teil noch Windelalter!) gab es natürlich auch Möglichkeiten, zum spielerischen Austoben wie ein Bobbycar-Verkehrsgarten. Es waren schließlich Teilnehmer von jung bis „alt“ am Start – ist man nicht anders gewohnt, da ja alle LADAtreffen doch recht familiär sind, wie man weiß.

Danach ging es wieder mit dem Ikarus 66 zurück Richtung LADAs. Aber über eine andere Route, bei der wir sogar noch einen schönen Bus-Oldie aus dem „Historische Kraftfahrzeuge des Dresdner Nahverkehrs e.V.“ sehen konnten. Jedoch kurz vorm Parkplatz ging es erstmal zum Mittagessen. Die Zeit war schon längst ran und der eine und andere Bauch grummelte schon vor gähnender Leere. Dank des Buffets hielt sich der Aufenthalt zeitlich in Grenzen, denn wir hatten das Ende des Kulturprogramms noch nicht erreicht. Nach Ankunft bei den LADAs gabs noch kurze Gespräche und dann wurde wieder aufgesattelt und es sollte wieder in Richtung Bad Schandau gehen.

Natürlich über eine andere Route, damit keine Langeweile aufkommt! Leider änderte sich das Wetter auf einmal von „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ in die Regentraufe. Unterwegs kam dann auch ein großer Oldtimertrupp entgegen. Sogar ein neuerer Niva und ein uns bekannter roter 2101er aus Radebeul waren dabei. Die Motorrad-Oldie-Fahrer taten uns ein wenig leid, weil wir nicht einschätzen konnten, ob die alten Motorradklamotten einigermaßen wasserdicht waren. In Bad Schandau angekommen, ließ der Regen zwar nach, aber es blieb frisch. Dies merkten wir auch, als wir dann an Bord eines Schaufelraddampfers gingen. Von ihm aus konnten wir nochmals die schönen Blicke auf die Berge der Sächsischen Schweiz genießen. Auch wenn die Truppe Rentner anfangs alle möglichen guten Plätze störrig für sich beanspruchte. Somit mussten wir ein wenig zusammenrücken und somit war es irgendwie wieder ein wenig kuschelig-gemütlich. Die Fahrt dauerte gute 1,5 Stunden, obwohl ich lieber nicht verrate, wie viele Kilometer wir eigentlich nur auf der Elbe schipperten. Aber da erkennt man wieder die Kraft des Wassers, welches auch auf der Elbe nicht unterschätzt werden darf. Gegen Ende der Fahrt mit frischer Brise (Zitat meines Vaters: „Ihr braucht doch keine Jacke heute beim dem Sommerwetter“) zeigte sich dann wieder die Sonne.

Auch wenn die Freude darüber groß war, hieß es leider für uns beide, aufzuhören wenn es am schönsten ist. Wir wurden noch zum Bahnhof gebracht und fuhren dann gen Dresden. Der Rest der Truppe kehrte in Kleinhennersdorf in einen Gasthof ein und ließ den Tag mit interessanten PS-Gesprächen ausklingen. Und wieder ging ein super organisiertes und vollzogenes LADAtreffen viel zu schnell zu Ende. An Heiko und Jan nochmals besten Dank! Ich kann das Sommer-Lada-Welt-Treffen wirklich nur empfehlen und hoffe sehr, dass es nächstes Jahr wieder mit einer Teilnahme klappt. ich würde mich freuen, auch wieder einige aus der Niva-IG dort wiedersehen zu können.

Mit bestem LADAfahrergruß verbleibt Euch Euer rasender Reporter Tamás aus Dresden!

Die ganze Auswahl der Bilder findet Ihr in der Galerie. Viel Spaß beim Ansehen.