Ursprünglich war ja eine reine Winterausfahrt geplant. Zum einen da im Winter die Temperaturen ja eher treffenunverträglich sind und andererseits da ich mir die Planung eines Treffens gar nicht zutrauen würde. Da aber die meisten Leute einen weiten Weg zurücklegen würden, „nur" um hier ein bisschen im Wald herumzufahren, wollte ich dann doch noch einen kleinen Kulturbeitrag einfügen. 

 

Die Seenplatte ist eine Tourismushochburg. Burgen, mittelalterliche Städte, kleine verträumte Dörfer und nicht zuletzt die vielen Seen mit ihren Stränden bieten jeder Art von Tourismusinteresse genug Möglichkeiten sich zu verwirklichen. Das alles aber nur im Sommer! Also wohin? Da meine Nachbarin im Verein zum Erhalt der Irrenanstalt in Neustrelitz am Domjüchsee ist, wurde eine Führung organisiert. Im Winter bei Regen und Wind nicht unbedingt ein Geschenk aber dafür mit ganz viel ansteckendem Enthusiasmus und Herzblut.

 

Danach sollte es über Waldwege zum Essen gehen. Wir fuhren Straße und trafen trotzdem noch verspätet ein da die Führung doch viel länger dauerte als gedacht. Das Personal der Gaststätte, nahm es uns nicht zu sehr krumm, naja wer will sich auch achtzehn Essen entgehen lassen.

Danach wollten wir die örtliche Kiesgrube mit ein paar Fahrübungen unsicher machen, bergauf- bergab fahren, Handhabung von Bergematerial usw., dies wurde aufgrund des Zeitkontos wenn auch traurig aber einstimmig gestrichen.

Statt dessen ging es über Waldwege zu einem Einsiedler der völlig für sich alleine wohnt, Gemüse anbaut, mit einem Pferd den Acker bearbeitet, naja ein Einsiedler halt. Von hier aus sollte es zu einem kleinen Hügel gehen, der als Aussichtspunkt einfach total genial ist. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle war der Rasen so rutschig, dass aber nur wenige diesen Ausblick genießen konnten.

Um das Offroadlevel der Fahrt ein wenig zu erhöhen, fuhren wir auf einen vom Regen in tausende Wasserlachen getauchten Weg. Der Anspruch der Strecke war zwar nicht besonders hoch aber die einsetzende Dunkelheit, das fremde Terrain und das Fahren im Konvoi mit zehn Autos hatten doch ihren Charme. Da bei den Mitfahrern von Daueroffroadfahrern bis absoluten Neulingen alles dabei war und somit sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten gefahren wurden, haben wir untypisch aber zweckmäßig die schnellen erfahrenen Leute nach vorne geholt, so hatten die Langsameren die Möglichkeit sich in Ruhe an ihre Grenzen heranzutasten. Dies konnte natürlich nur gemacht werden da die Strecke nur einen Hauptweg hatte und ganz hinten ein ebenfalls Ortskundiger fuhr, der mit Funk mit dem Führungsfahrzeug in Funkverbindung stand.

Rückblickend kann man sagen, dass egal wie gut man vorher plant, man immer auf die Realität gefasst sein sollte und dass es enorm schwierig ist, verschiedene Erfahrungslevel gleichzeitig gerecht zu werden.

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