Es war das Wochenende (05.07. - 07.07.2013) der Wochenenden gekommen, um wieder in der Gemeinschaft zu zeigen, wo der Hammer hängt! Natürlich geht es um das mittlerweile 15. Internationale Nivatreffen der Lada-Niva- IG Deutschland, welches im mittlerweile bekannten und geschätzten Mammutpark im schön gelegenen Stadtoldendorf zum mittlerweile dritten Male stattfand.

     

Dieses Mal sollte es für mich organisatorisch noch besser ablaufen als letztes Jahr. Mit Mirko konnte ich folgenden Deal aushandeln, dass ich schon am Mittwoch per Zug zu ihm fahre. Gesagt und getan und durch kurzfristige Planänderung wurde sogar spontan zum Abendbrot gegrillt, da noch einige Freunde von Mirko rumkamen. Donnerstagmorgen war es dann endlich soweit. Die schwarze Rennmaschine wurde aufgeladen und es konnte losgehen.

      

Also mein Bauch hatte mich wieder nicht getäuscht und als hätte ich es geahnt, sind wir mit den österreichischen Kameraden Jogi und Manni nacheinander (die Ösis leider vor uns) am Nachmittag im Mammutpark angekommen. Doch wir waren nicht ganz die ersten. Aber wir konnten wieder unseren Platz vom Vorjahr „besetzen“ und nach der Begrüßung wurde gemütlich alles aufgebaut. Die kleine Balkon-Festzeltgarnitur von Mirko sorgte schon etwas für Aufsehen, weil dies noch keiner – auch ich nicht – kannte. Wer also sowas sucht, muss mal Balkon-Festzeltgarnitur im Google eingeben, wird zwischen 50 und knapp 80 Euro gehandelt – mal so als Tipp! Doch nach und nach kamen weitere ebenso auf ein verlängertes Wochenende angereist. Wir staunten nicht schlecht, als eine „Delegation“ von fünf Nivas des belgischen Nivaclubs anreiste. Hier ist der Niva-Anhänger einen längeren Blick wert. Am zeitigen Abend kamen auch die beiden Cheforganisatoren Ron & Melanie im Fahrerlager an und da wurden dann auch gemeinsam mit Manfred und mir die Masten aufgestellt und die Fahnen dann am Freitag gehisst. Und auch da konnte ich mal wieder lernen, dass selbst in Deutschland eine Sprachenvielfalt vorhanden ist. Der Sachse (Ich) sagt „halten“ und der Rheinländer (Manfred) sagt „heben“. Ja was nun? Soll ich die Stange nur halten oder auch heben? Ebenso, dass der Sachse meint, der Boden ist schräg, sagt man in Busenberg halt „schäps“ dazu. Aber die Hauptsache ist ja wie immer, dass man sich bestens versteht, was das miteinander angeht. Auch zum Abend hin kamen dann noch einige Nivas am Ziel an und doch schnell war der erste Abend vorüber und der Freitag konnte kommen.

      

Mit gemütlichem Aufstehen und Frühstücken wurde der neue Tag begrüßt und es wurde wirklich gemütlich gestartet. Nach der morgendlichen Stärkung einen Plausch mit Toni, einen Plausch mit meinem „Wikinger“ Thomas gemacht und wie die Zeit verrennt, ging es dann auch erstmal zum Einkaufen und Mittagessen. Das wurde auch höchste Zeit, denn ich brauchte neues 10W40 für meine Stimmbänder – die Insider wissen, warum. Also erstmal ab in einen Schnellimbis im Ort mit super Preisen inkl. Flatratenachschlag, wie sich herausstellte. Da werden wir wohl das nächste Mal sicher wieder einkehren. Der Betreiber meinte sogar, einen pinken Niva gesichtet zu haben – also ich habe beim Treffen keinen gesehen. Danach ab in den Supermarkt, etwas Grillgut und wie gesagt „Öl“ für meine Stimme besorgen. Gesagt, getan!

      

Dann ging es auch für mich mit Mirko ins Gelände. Dieses Mal konnte ich wirklich erkennen, wie groß dieser „Spielplatz“ eigentlich ist – Respekt! Es gab sogar Flecken, die sehr idyllisch aussahen, wo man auch sein Zelt aufschlagen könnte. Max fuhr samt Anhang und einem 2131-Fahrer ebenso durch die kleine „Walachei“ und wir machten auch paar Fotoshootings. Doch was war da los? Wir sichteten eine stehende Horde Nivas. Neugierig, wie man ja ist, fährt man doch mal gucken. Aha. Unser Ebele ist abgesoffen – besser gesagt sein Niva. Also Abschleppen angesagt, was der Severin übernahm. Danach ging es noch für die Belgier ab durch die Pfütze und trotzdem löste sich der Stau nicht wirklich auf, weil man dann wieder miteinander ins Plaudern kam. Mirko legte erstmal Ebeles Luftfilter und Zündverteiler trocken und siehe da, der Russe brubbelte wieder aus vollem Herzen. Auch für uns ging es dann wieder weiter und wir sahen, dass die Belgier an einem Niva dann den Auspuff reparieren mussten. Doch bei Mirkos „Schwarzem Blitz“ tat's hinten auch plötzlich mehrmal schön „pupsen“. Also auch geschaut, was der Zündverteiler macht, dann mit bissl Gasgeben es trocken gelegt und es konnte weitergehen.

       

Tja, im Busche fällt ein silberner 2131 dann doch irgendwie auf und auch da waren wir mal gucken. Matthias blieb da nämlich etwas ungünstig stecken. Aber geschaut, Lage gecheckt und mit Hilfe eines weiteren Nivas wurde erst ein wenig gezogen und dann aus eigener Kraft die „Befreiung“ schnell gemeistert. Danach ging es erstmal zurück ins Fahrerlager. Und man konnte wirklich fast zusehen, wie schnell sich der Platz mit Nivas und Wohnwagen etc. füllte. Da war es mitunter nicht mehr so einfach, da sich groß einen Platz herauszusuchen. Die Norweger waren dann mittlerweile ebenso schon angereist mit ihrem „kleinen“ Bus und konnten ihren Stammplatz wieder einmal besetzen. Doch auf einmal gab es neue News im Lager. Der Mirko hat seinen Niva auf die Seite geparkt. Max und seine Steffi waren auch am Start. Außer bissl Aua und „Schreck lass nach!“ scheint den dreien erstmal nix weiter passiert zu sein. Mirko meinte noch, dass er ja weich gelandet sei. Nur der Niva musste verarztet werden – sah aber gar nicht so schlimm aus. Traggelenk und eine Schraube für die Hinterradaufhängung. Aber so staunte ich auch nicht schlecht, dass es dann doch vier oder fünf 2131er zum Treffen gefunden haben. Und der Abend rückte immer näher und auch nach dem Abendbrot ging es immer wieder rum im Fahrerlager und es gab immer wieder neue Gespräche. Zum Glück hatte ich ja immer mein „Stimmenöl“ mit, damit ich noch weiter „pausenlos“ bis Sonntag quatschen konnte. Und wie ein kleines Kind erfreute ich mich immer wieder aufs neue an den vielen Glühwürmchen, da ich diese sonst nirgends bewundern konnte.

       

Samstag hieß es dann volles Programm. Erstmal beim ordentlichen Frühstück Energie tanken. Entweder gemeinsam im Festzelt oder eben individuell. Gegen 9:30 begrüßte Ron alle Teilnehmer ganz offiziell in großer Runde und erläuterte nochmals kurzgefasst den Tagesablauf. Da es ja mitunter solch eingefleischte NIVAisten gibt, denen der Geburtstag (fast) egal ist, wurden die Geburtstagskinder natürlich nochmal extra beglückwünscht – denn man könnte ja auch daheim (nach)feiern, aber man muss es ja nicht. Dann erzählten Joachim und Marco kurz, was es bei ihren Stationen zu erleben und beachten gibt. Ebenso traf dann mein diesjähriger „schönster Niva“ Favorit aus der schönen Schweiz ein. Wenn das nicht multikulti ist? Ein russisches Auto mit kubanischem Besitzer mit spanischen Wurzeln samt schweizerischer Frau und Kinder bei einem Treffen in Deutschland. Sprich unser Leonardo mit seiner Daniela und ihren beiden Söhnen. Wenn das nicht internationale Völkerverständigung ist, dann weiß ich es auch nicht. Und endlich habe ich die „Kühlerkriegsbemalung“ als kubanische Flagge erkannt – dachte immer, dass wären die russischen Farben in anderem Design. Wieder was gelernt und besten Dank an Gamsi!

      

Kurz darauf ging es auch schon los. Mirko machte sich mit Uwe und Markus an die Reparatur seines Nivas und der erste Programmstart fiel ans österreichische Orgateam (Manni und Jogi mit junger Unterstützung), welches ein Turnier betreute, in dem die Kenntnisse und auch die Harmonie zwischen Fahrer und Fahrzeug abverlangt wurden. Zu den Platzierungen dann später mehr. Aber wie es scheint, muss der Toni seinen Priora auch da durchgeschleust haben. Wie konnte denn das passieren? Da haben unsere alpinen Nachbarn mal wieder zusammengehalten wie Pech und Schwefel und wohl gedacht, dass kommt nicht raus?

       

Neben dem Turnier, welches nach dem Mittagessen in die zweite Runde ging, fuhren einige auch frei im Gelände wie es ihnen beliebte. Nach dem Turnier war es Zeit, dass Marco und Jens wieder ihre Offroadschule öffneten - zuerst etwas Theorie und dann die Praxis. Die Praxis schien an manchen Stellen doch etwas anspruchsvoll, aber machbar zu sein, wie ich nur an den Fotos und Videos im Internet entnehmen konnte. So musste der Pajero auch an einer Stelle abgesichert werden, damit er wohl nicht umkippte – meine Vermutung. Später war ein Hummer 1 wohl das größere bzw. schwerere Problem, welches ich selber auch nicht live miterlebte, sondern nur aus der Ferne und vom Hörensagen mitbekam. Der kämpfte sich wohl von Loch zu Loch, bis es irgendwann gar nicht mehr ging und letztendlich ein Unimog den schweren Ami aus dem Schlamassel ziehen musste. Mirko & Co waren auch längst fertig mit der Reparatur und er konnte sich wieder im Gelände ein wenig austoben. Ansonsten hat sich Uwe am grünen Hochdach-Niva den Längslenker kaputt gefahren und beim Mono hatte sich die linke vordere Antriebswelle ein wenig ausgekugelt. Bei den Belgiern waren es Auspuff, vorderes Differential und vielleicht das eine oder andere mehr Smile Aber auch hier war wieder Hilfe da. Ob nun durch die anderen Niva-Fahrer wie die Belgier selber, dem Slawa vom „AM Autohaus an der A31 GmbH“ mit seinem grünmetallischem Niva oder auch das nahegelegene LADA Autohaus Tute. Man war praktisch nie allein mit seinem Problem – und das ist mehr als nur gut so! Denn was ist unser Leitspruch? Richtig: „GEMEINSAM sind wir STARK!!!“ Ich für meinen Teil sammelte auf Anweisung dann noch die letzten Zettel für das Voting zum Pechvogel und dem schönsten Niva ein und musste mich anstrengen, da nicht zu sehr in Gespräche verwickelt zu werden – klappte gut.

      

So schön wie der Tag auch war, ging auch dieser langsam zu Ende und es hieß Essen fassen vom Grill. Es roch und schmeckte wieder lecker. Ich hatte sogar die Ehre, Slawas afghanisches Mahl aus dem geheimnisvollen Topf zu probieren – lecker und großes Lob an den Koch!

      

Bis 21:30 rum verging die Zeit ebenso schnell und mit Gesprächen geht die Zeit immer fix rum, wie ich wieder einmal feststellen konnte. Doch dann begann die Siegerehrung vom Niva-Turnier sowie für die weiteste Anreise, dem schönsten Niva und dem Pechvogel des Treffens. Beim Nivaturnier war es doch recht interessant zu sehen, dass Vater Frank doch etwas besser mit dem gemeinsamen Niva war als sein Sohn Max. Naja, warten wir es mal ab, wie schnell sich der Max zu einem besseren Fahrer in Sachen Niva entwickeln wird. Ähnliches Beispiel beim Teamwettstreit Marco & Jens gegen Anna & Jens' Frau - natürlich waren die Mädels besser als ihre Männer, versteht sich doch von selbst! Sogar unser Toni war mit dem Priora besser als das Team Marco & Jens im Niva. Da sollten sich die beiden wohl mal hier und da ne Scheibe abschneiden? Ach was, Spaß muss es machen und der olympische Gedanke zählt!

      

Da der Titel für die weiteste Anreise wieder an unsere treuen Norweger gegangen wäre und sie schon so viele Pokale in dieser Kategorie gewonnen haben, war Gamsi als Zweitplatzierter nachgerückt und konnte wie schon andere Male auch den Titel in das von allen „geliebte“ Wien holen. Schönster Niva wurde ein jasperfarbener Vertreter mit der Teilnehmernummer 68. Der Besitzer war total überrascht und freute sich natürlich umso mehr. Wäre ja noch schöner, wenns nicht so wäre – richtig? Pechvogel und somit Grillmeister für das Treffen 2014 wurde Mirko – ich glaube, er war sogar fast konkurrenzlos. Danach wurden die Teilnehmerurkunden samt Tombolagewinn verteilt, um das Prozedere etwas abzukürzen. Glücksfee war diesmal Max's Schwester Lina. Dennoch muss ich die Teilnehmer etwas rügen wegen ihrer Brummelei. Rons Stimme ging da doch immer mal unter und das sollte eigentlich nicht sein. Ich kenne solche Situationen zu gut, wenn ich arbeitstechnisch den Kindern was erklären muss und da nicht zugehört wird. Deswegen bitte ich um etwas Besserung fürs nächste Mal – habt Ihr gehört?! Zwischendurch mussten wir natürlich mit eintretender Finsternis und Steckdosenmangel kämpfen, aber auch das wurde fix gelöst – ob mit Verteilerdosen oder gescheiter Nivabeleuchtung! Danach war Lagerfeuer angesagt, welches gegen oder nach 4:00 (mittlerweile Sonntag) von den letzten verlassen wurde. Diesmal war ich einer der Vorletzten – aber nicht so schlimm, damit kann ich leben.

       

Doch der Schlaf blieb kurz. Nach nur 3,5 Stunden wurde ich von alleine wach und begab mich auch erstmal zur Morgenwäsche. Komisch, um die Zeit hatten viele den gleichen Gedanken. Naja, es war ja schließlich der Tag der Abreise und der eine und andere hatte mitunter doch so manchen Kilometer abzuspulen und da ging es am Vormittag doch so langsam für die meisten zurück gen Heimat. Ich packte auch schon zügig alles wieder zusammen. Zum Glück hat alles wieder so reingepasst, wie ich es mitgebracht hatte. Diesmal ging es aber mit dem André nach Hause, welcher mich auch vor meiner Haustüre absetzen konnte. Kurz nach Erreichen der Autobahn trafen wir aber schnell 3 bekannte Gesichter – es waren Jogi und Manni samt Copilot. Letzter Gruß und weiter sollte es gehen. Relativ kurz vorm Ziel ereignete sich unmittelbar vor unseren Augen im Stau noch ein kleiner Unfall, der uns überraschte. Vor uns muss der Fahrer wohl eingenickt sein und tat nicht nur Gas geben, sondern auch sein Auto in den Grünstreifen nach rechts steuern. Da guckten wir nicht schlecht und haben gleich gehandelt. André mit dem Niva ein Stück nach vorn, ich mit Warnweste den Verkehr geregelt. Dann konnte André den PKW mit seinem Bergegurt aus dem Grünstreifen schnell und problemlos herausziehen. Danach ging es für uns wieder weiter und wir freuten uns, dass wir helfen konnten. Und kurz darauf hieß es dann auch von André Abschied nehmen.

       

So, mehr fällt mir erstmal nicht mehr ein. Falls ich irgendwas vergessen haben sollte, tut's mir leid, ich konnte ja schließlich nicht überall sein – hihi. Ich möchte mich dann nochmals ganz dolle beim Mirko und André für die Mitnahme bzw. Übernachtung bedanken. Ebenso an alle, die mitgeholfen haben, dass es wieder ein so fantastisches Treffen geworden ist.

Für diejenigen, die nicht mehr wissen, was ich so auf den vielen Seiten geschrieben habe, hier mal die ganz kurze Fassung zum Treffen

PRO:

    • super Wetter

 

    • super Leute & Stimmung

 

    • sehr schöne Nivas

 

    • super Gelände

 

    • super Hilfe untereinander

 

    • Es wird ja immer internationaler – mal sehen, was sich da noch so entwickelt.

 

    • Mein Schmierplan für die Stimmbänder ist bis auf den letzten Tropfen exakt aufgegangen – hihi!

 

    • Viele Familien mit Kindern dabei gewesen.

 

    • Auch einige Frauen am Steuer gesichtet! Weiter so!



CONTRA:

    • Die Orga muss noch immer an der Zeitplanung arbeiten. Das Treffen war trotz Anreise am Donnerstag noch immer viel zu schnell vorbei. Also kümmert Euch mal drum –

 

    • Leider ganz schön wenige Teilnehmer der ersten Stunde bzw. der ersten Treffen dabei gewesen. Hoffentlich sieht man von denen beim nächsten Mal wieder mehr?!



Also auf ein Wiedersehen zum nächsten Nivatreffen oder gern auch eher und allzeit gute Fahrt wünscht Euch wie immer Euer rasender Reporter Tamás aus dem schönen Sachsenlande!

      

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