„ NIVAS erobern die grüne Hölle vom Nordring“

Am Freitag, den 27. Juni 2008 war es wieder soweit für die Niva-Fan-Gemeinde. Zahlreiche Mitglieder der LN-IG und einige interessierte Nivafahrer fanden den teilweise weiten Weg zum Nordring von Lauchhammer in der Niederlausitz, im südlichen Brandenburg.

Das Gelände des 4x4-Clubs / ACL 4x4 Lauchhammer war vielen noch vom Jahrestreffen 2006 in allerbester Erinnerung und bot alles was man sich zum Wühlen im Gelände wünscht. Das alles wurde umrahmt von der Gastfreundschaft der zahlreichen Helfer des 4x4 ACL und dem bekannt guten Catering-Service des Traditions-Vereins der Feuerwehr. An dieser Stelle erstmal ein herzliches Dankeschön in Namen aller Teilnehmer, hier sind wir bei Freunden zu Hause.

Am Freitag wurde zur Ersterkundung das weitläufige Gelände unter die Pneus genommen und abends trafen sich die meisten am Lagerfeuer zum Plaudern.

Der Höhepunkt war unser Besuch aus Togliatti; das AVTOVAZ-Werksteam bestehend aus 2 Fahrern, die mit einem Werks-NIVA/ Lada 4x4 über 3.200 km auf der Straße anreisten, und zwei Begleitern des Marketings sowie Herr Nezshin von Lada.de. Die Fahrer Yury Kurochkin und Maxim Lyankhov sowie Herr Anatoly Zhigalko vom Marketing waren den Teilnehmern des Treffens 2007 schon bekannt, des weiteren Vladislav Cherkashin, ebenfalls vom Marketing, der bereits 2001 mit einer Werksdelegation unser Treffen in Bedheim besuchte – „also ein Treffen mit guten Freunden“.

Dass ein solches Ereignis – eine Tour von Togliatti über Hamburg nach Lauchhammer – noch getoppt werden könnte, glaubte bis dto. niemand. Umso erstaunter waren wir, als zwei ältere Nivas mit unbekannten Kennzeichen – einer davon mit einer gelben Blinklichtbrücke - auf unseren Festplatz fuhren. Sofort war dann unser Interesse geweckt. Als dann vier stattliche Männer den Fahrzeugen entstiegen und auf englisch bekannt gaben „man komme aus Norwegen“, waren wir völlig platt. Mit dieser Überraschung hatten wir nicht gerechnet. Alle Achtung, die Nivafahrer aus dem hohen Norden hatten 1224 km hinter sich gebracht.

Jetzt war unser Lada-Niva-Treffen richtig international, unsere IG´ler aus Österreich, die russischen Freunde und die norwegischen Gäste. Jetzt konnten IG´ler, die des russischen und englischen mächtig sind, als Dolmetscher fungieren und die vielen Fragen übersetzen.


Am Samstag früh wurden auf dem Festplatz alle Teilnehmer und besonders unsere Gäste aus Russland und Norwegen von Lionel Adelmann unserem Präsidenten herzlich begrüßt.

Nach der anschließenden Fahrerbesprechung ging es zur Fahrzeugkontrolle und dann ab ins Gelände. Dort waren 4 Trialsektionen für sportliches Kräftemessen ausgesteckt waren. Hieran nahm natürlich auch das AVTOVAZ-Werksteam teil, ebenso beide Nivas unserer Norweger. Die Sektionen waren teilweise auch für Straßen/Serien-Nivas recht anspruchsvoll. Die extra abzweigenden Spuren für die verbesserten Nivas waren den Möglichkeiten der umgebauten Fahrzeuge angepasst.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen starteten dann 3 Renn-Nivas zur Zeitprüfung. Es ging 30 Minuten über den Rundkurs und wer nach dieser Zeit die meisten Runden absolviert hatte, war der Sieger. Hier gab es einen überlegenen Start-Ziel-Sieg.

Die Krönung eines jeden Treffens mit sportlichem Wettkampf ist natürlich die Team-Trophy. Hier starteten 2 Teams mit je 2 Nivas der speziellen Art. Es galt den schon vom 8. Treffen bekannten Dschungelgarten von Lauchhammer auf einer bestimmten Trasse zu bewältigen. Alle waren auf den Beinen, um dieses High Light zu erleben. Team 1 bestand aus Marian Menzel und André Frommhagen mit Co., Team 2 aus Uwe Nebelung und Jörg Knospe mit ihren Co’s. Der schwierige Parcours, sehr enge Durchfahrten zwischen den Bäumen, extreme Verschränkung mit Schräglage und tiefer, die Nivas verschlingen wollender Schlamm, war zu meistern.

Mit unterschiedlichen Praktiken bewältigte Team 1 die möglichst sichere Variante mit viel Geschick ohne größere Probleme. Für den Spaß und die vielen Zuschauer sorgte Team 2 durch Wahl einer riskanteren Route und sorgte so für Begeisterung. Das unberechenbare Schlammloch wurde direkt durchfahren und mit dem Bergeseilzug gemeistert. Das erste Fahrzeug konnte mit Hilfe von 2 Auffahrrampen, die als Brücke dienten die Stelle noch ganz gut meistern. Der zweite Niva verfehlte jedoch die mittlerweile versunkenen Borde und konnte nur mit dem Seilzug geborgen werden.

„Klein Uwe“ war natürlich der Held, als er sich bis über die Knie im Modder eingesunken durch das Matschloch kämpfte und die inzwischen vollständig im Schlamm versunkenen Auffahrrampen wieder zu bergen. Mit einem großen extra Applaus wurde diese Aktion belohnt

Jetzt war das fürs Abendessen gegrillte Spanferkel an der Reihe, es fand schnell seinen Platz auf den Tellern. Es war ein besonderer Leckerbissen, den hier die Feuerwehr bot.

Nach der „Skelettierung“ des Ferkels fand nun die Siegerehrung mit Preisverleihung und Ausgabe der Teilnehmerurkunden statt. Es gab die Platzierungen 1-5 bei den Trials, Pokale jeweils für die Plätze 1-3. Hier stellten unsere ausländischen Gäste ihr Können unter Beweis: 

Trial Serie:    5   Maxim Lyankhov - ru.,Manfred Adelmann
                              4   Marcus Pfeffer
                              3   Yury Kurochkin - ru. - Pokal
                              2   Manfred Wagner - at. - Pokal
                              1   Gunar Fetzer, - Pokal
                              1    Ronny Wamstad - no. – Sonder-Pokal - AVTOVAZ,

 Trial verbessert:   5   André Frommhagen
                                          4   Michael Mehlitz
                                          3   Matthias Mehlitz - Pokal
                                         2   Olaf Vogel - Pokal
                                         1   Jörg Knospe - Pokal

Zeitprüfung:            3   André Frommhagen - Pokal
                                           2   Patric Bleil - Pokal
                                           1  Marian Menzel - Pokal

Team-Trophy:         2    Team 2 (Nebelung/Knospe) Sachpreise von Lada
                                 1    Team 1 (Menzel/Frommhagen) Pokale
 

 
Für die ersten Plätze der beiden Trial-Serien überreichte Herr Zhigalko jeweils eine vom Ladawerk gestiftete Ehrenplakette am Band den Siegern. Ebenso krönte der vom Werk gestiftete Riesenpokal für den 1. Platz der Serien-Nivas den glücklichen Gewinner aus Norwegen.

Der von Olaf Vogel gestiftete Pokal für den schönsten Niva ging an Markus Pfeffer für den bei „Rallye Raid“ in Nordafrika eingesetzten Niva.

Den Pokal für die weiteste Anreise „3200 km“, gestiftet vom Blausteiner Reisebüro Dannwolf, fand diesmal den Weg nach Togliatti für das Werksteam Yury Kurochkin und Maxim Lyankhov.

 

Ein weiterer Höhepunkt war als Herr Anatoly Zhigalko vom Marketing/ AVTOVAZ der IG-Führung (Lionel und Manfred Adelmann) eine Ehrentafel anlässlich des 10. Treffens mit dem Dank und den besten Wünschen des Lada-Werkes überreichte. Die Begeisterung über die Werksehrung war groß, man konnte es in den glücklichen Gesichtern lesen. 

Zum Abschluss des Tages fand nun noch die Tombola statt. Hier wurden von einer kleinen „Glücksfee“ die Lose für die Gewinner gezogen. Unsere Partner und Sponsoren zeigten sich wieder sehr großzügig, so dass jeder Teilnehmer ein Gewinnpräsent mit nachhause nehmen konnte.

Wir danken den Firmen, die unsere Tombola so reichlich bestückten:

Herrn Dieter Trzaska – Lada.de, der unter anderem auch die Teilnehmer-Startnummernaufkleber sponserte, des weiteren

den Firmen:   Maas/Trailmaster,Taubenreuther, CP Cars und Parts, K & S Autoteile,


Gaa-Pokale und Vereinsbedarf, für die Stiftung der Pokale für das „Trial verbessert“ und  Uwe Nebelung für die „10 Sombreros“.


Am Lagerfeuer bei Wein, Bier und „Benzingesprächen“ bis spät in die Nacht fand der Tag seinen geselligen Abschluss. “Über allen NIVAS ist – RUH´ und das Spanferkel stimmt dem – ZU“


Insgesamt wurden 60 Nivas gezählt, davon nahmen 45 in Wertung am Treffen teil Nach einem gemeinsamen Frühstück war am Sonntag wieder „packen“ angesagt für die Heimreise.


Am Sonntagvormittag bekamen wir noch überraschend Besuch von Herrn Vogt von der Zeitschrift 4 Wheel Fun, der uns für einen Bericht übers Treffen interviewte. Siehe Heft 08/2008 und http://www.4wheelfun.de/news/clubs-szene_54863.html

Viele freuen sich schon auf das nächste Lada-Niva-Treffen und wollen wieder zahlreich dabei sein. Bis dahin wünsche ich allen gute Fahrt und immer eine Handbreit unterm „Diff“.

Euer Manfred




PS: Danke an alle, die mir mit Bild - und Textmaterial geholfen haben, namentlich Tamás Wendt, Marcus Pfeffer, Carsten Bleich, Peter Bilstein, Gerhard Bastel und Henry Schaffer.



Im Anhang die Feedbacks, die mich erreichten.

Auch gibt es hier noch mehr Bilder.